Stücke

Freitag den 7., 14., 21., 28. Juni 2019 in der Burgruine Puchberg
Shakespeare. Perfect Enough. Subtexte.
Eine zweisprachige Performance-Revue
Texte von William Shakespeare und Lukas Johne
Mit Caroline Frank, Peter Marton und Lukas Johne
Regie: Lukas Johne
Beginn: 19.30 Uhr
Dauer ca. 1′ 20″

!18.30 Werkeinführung vor der Burg
!Freie Platzwahl
!Bei Schlechtwetter in der Kirche 
!Steh-, und Sitzplätze 

Inhalt:

Ist Hamlet tatsächlich ein Melancholiker oder bloß gelähmt von seiner Umwelt?
Ist Othello das Opfer eine Intrige, oder schon lange vor Desdemona von ganz
Venedig zur Paranoia erzogen worden? Shylocks Scham macht ihn blind, der
Verlust von Temoras Sohn stoppt ihren Puls und macht sie zur Heldin einer
neuzeitlichen "Rape and Revenge" Splattergeschichte. Niemand sieht Prosperos
fragile und enttäuschte Sehnsucht und King Lears Töchter müssen mit ihrem
Vater schlafen…

Viele von Shakespeares Figuren eignen sich perfekt als Projektionsfläche, aber
was wenn hinter dem was wir kennen eine noch viel unangenehmere Wahrheit
steckt? Wie viel ist im Laufe der Jahrhunderte verloren gegangen, wie viel un-
entdeckt geblieben? 3 SchauspielerInnen spielen 4 Monologe und 2 Szenen in
Englischer Sprache und diesen Werkausschnitten werden moderne Texte auf
Deutsch gegenüber gestellt. Die sechs Fragmente werden sowohl innerhalb der
jeweiligen Stücke als auch mit einander durch Tanzperformance Elemente
verbunden.

Samstag, den 8., 15., 22., 29., Juni 2019 im Alten Eiskeller
Die Schuhe der Braut
Nach einem Hörspiel von Magda Woitzuck
Mit Caroline Frank, Peter Marton und Lukas Johne
Regie: Alexander Absenger
Beginn: 19.30 Uhr
Dauer ca. 1′ 20″

!Freie Platzwahl 

Inhalt:

Syrien, Griechenland, Italien, Grenze zu Österreich: Das sind die Stationen von
Saids Flucht. Er war Kämpfer des „Islamischen Staates“, bis er in einem Loch
in der Wüste mit einer Leiche ins Gespräch kam, einer vom „IS“ geköpften Braut.
Ihr gelobt er Besserung – fortzugehen, und die Wahrheit zu verbreiten.

Die österreichische Schriftstellerin Magda Woitzuck, geboren 1983, verleiht in
ihrem jüngsten Stück den Unerhörten eine Stimme: dem geläuterten Krieger,
der Leiche, dem Loch, in dem die Leiche liegt. Das Loch zeigt (und verbirgt) sich
als göttliche Instanz, als Allegorie des Todes – als Unergründlichkeit, wie sie in vielen
Texten Woitzucks die Fäden zieht. In „Die Schuhe der Braut“ lässt sie Said, den
Flüchtling, ertrinken und wiederauferstehen. Er begegnet auf seiner
sinnbildlichen Reise durch das gegenwärtige Europa einem zynischen Polizisten,
einem depressiven Arzt und einer Journalistin, die ihn zuerst ins Herz schließt,
um ihn letztendlich dort – respektive auf dem eisigen Gipfel seiner Fluchtroute
– auszusetzen.